300 - 50 - 1

300 - 50 - 1

Diese Zahlenreihe sind weder ein Code, noch eine Telefonnummer oder der Beginn einer neuen Lotto-Tippreihe. Diese Zahlen sind eine Brücke zwischen zwei Ländern, die in ihrer Lebensausrichtung nicht unterschiedlicher sein könnten: Deutschland und Pakistan – und noch genauer mit der Lupe geschaut: ein Dorf in der Nähe von Lahore, der zweitgrößten Stadt Pakistans im Osten an der Grenze zu Indien, und Nassau, ebenfalls ein Dorf ziemlich im Osten Deutschlands.

Elias ist seit dem 15. Dezember auf Reisen, hat Pakistan durchquert, war jetzt einen Monat in Kashmir und „rollt“ nun Nepal von West nach Ost auf. In all den genannten Ländern kommt Elias vor allem mit den Menschen ins Gespräch. Er will wissen, wie sie leben, wovon sie träumen, an was sie glauben. Durch seine besondere Art kommt Elias ziemlich dicht an die Menschen ran. Es ist nicht wirklich üblich, einem Europäer, der per se Christ ist (in der Vorstellung der Pakistani ist jeder Europäer von Haus aus Christ), die Tür zu öffnen und zu beherbergen. In Pakistan trifft Elias mitten in einer muslimisch geprägten Welt einen jungen Mann, der sein bereits bezahltes IT-Studium an den Nagel gehängt hat, um in seiner kleinen christlichen Gemeinde die Kinder der Ziegelhersteller zu unterrichten. Diese Menschen sind so arm und in ihren gesellschaftlichen Aufstiegsmöglichkeiten begrenzt, dass ihre Kinder weder eine richtige Schule noch sonst eine Ausbildung besuchen können. Sie werden wie ihre Eltern und Großeltern in mühseliger Handarbeit ebenfalls Ziegel formen und brennen. Shiraz, der junge Pakistani, ungefähr so alt wie Elias, hat sein eigenes Fortkommen aufgegeben, um diesen Kindern zu helfen. Sein Vater bekommt monatlich umgerechnet 100 EUR aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Davon ernährt sich die Familie und wird Zeit ermöglicht, um die Kinder der Ziegelhersteller mit einfachsten Mitteln zu unterrichten. Elias hat sich all dies vor Ort angesehen. Hat die Ziegelherstellung besucht, war in Shiraz‘ Familie und in der Gemeinde. Elias fragt uns, ob wir helfen könnten. Wir nutzten die Film-Wiederholung des Krippenspiels Anfang Januar, um einige Bilder zu zeigen und zu erzählen (https://www.eliasdomsch.de/bottomline-brickyard/). Wir baten um eine Spende und sammelten so 300 EUR. Diese überwiesen wir an Elias. Dieser transferierte das Geld zu Shiraz. Dieser kaufte für 50 Kinder Schulmaterialien. Damit können diese nun 1 Jahr in die Schule gehen. So einfach ist das: 300 – 50 – 1.

Aktuelles (dazu die beiden Bilder)

Inzwischen ist die Summe um weitere 500 EUR gewachsen, die wir dieser Tage wieder über Elias an Shiraz transferieren. Die Bilder belegen eindrücklich das große Glück vieler, dass mit wenig Einsatz(geld) zu erreichen ist!

Wer gern unterstützen möchte: Kontakt Hilke 0173-3732108 oder h.domsch@web.de